Praia Pipa – Delphinewatching?
20 04 2012Fabricio und der Australier stressten am letzten Morgen in Recife noch nach Olinda (ich war der alten Städtchen müde – siehe Diamantina), Anna wollte keinen Stress aber trotzdem Olinda sehen. So ergab sich, dass ich und Fabricio allein nach Praia Pipa weiterzogen um uns dann später in Natal wieder mit Anna zu treffen. Fabricio und ich verliebten uns aber in das kleine Dörfchen mit nur einer kleinen Hauptstrasse, und so sollte Anna schon am nächsten Tag nachkommen. Als wir dann aber auf die liebe Anna warteten, tauchte sie einfach nicht auf. Es stellte sich heraus, dass sie mit dem Australier und einer deprimierten Brasilianerin (da langjähriges Internet-Blinddate sich als Fauxpass geoutet hatte) einen Saufmarathon hingelegt hatte. Am nächsten Morgen fand ich eine Nachricht von ihr in meinem Facebookaccount: sie hätte einen schrecklichen Kater und würde erst einen Tag später nachkommen. Mit dem Australier. Ich und Fabricio vermuteten schon schelmisch, dass da etwas gelaufen sei. Diese Wahrheit stellte sich jedoch als unerfreulicher Einflussfaktor auf Annas Miene heraus. Als sie nämlich ankamen, und ich voller Enthusiasmus meine geliebte Nudelpaella präsentierte, murrte sie bloss herum.
Auf jeden Fall genossen ich und Fabricio Praia Pipa sehr, auch wenn wir nur ein einziges Mal an den Strand gingen, und da nicht einmal Delfine zu Gesicht bekamen. Wir bekochten uns gegenseitig und als wir ausgingen überwand ich mich sogar, wieder einmal Pizza zu probieren: kein Erfolg… Die erste Nacht verbrachten wir nach langem Suchen in einem sehr günstigen Miniappartement, in welchem wir völlige Privatheit besassen – soll heissen eigene Küche, eigenes Bad und vier Betten 😀 Am folgenden Tag zogen wir in den jungen Bruder des Hi-Hostels just um die Ecke um. Es war ein neues Backpacker, arbeitete mit dem Hi zusammen und war ontop noch günstiger! Fabricio war zudem begeistert, das der Receptionist ein waschechter Argentinier war – als ob es die in Brasilien nicht wie Sand am Meer gab 😀
Woran ich mich deutlich mehr erfreute: ich sichtete einen weiteren (first one im Artikel Florianopolis) atemberaubenden Uruguayaner! Ich fasste den Entschluss, früher oder später einmal nach Uruguay zu gehen… 🙂 In Praia Pipa fand ich auch das letzte Stück (the bottom) zu meiner Nachahmung des gestohlenen Bikinis. Das Topstück hatte ich schon in Praia Forte wiederentdeckt und zu einem unerhörten Preis ergattert, und nun also die Vervollständigung. Ich war wieder glücklich 😛 Ich hatte mein gestohlenes Bikini zurück! ^^ Ausserdem fand ich zwei neue schöne Kleider und entledigte mich sogleich des jahrealten pink-flower-power-Kleid vom H&M. Eine brandneue Luft umwob mich mit meinen neuen Kleidern, meinem „zurückeroberten“ Bikini und – ach ja, die Schuhe fehlten noch… Man merkts auf jeden Fall: ich begann das Cityleben zu aufleben zu lassen, das Geld rieselte nur so durch meine Finger – BIS ich zum Bankomat ging, mit meiner Postkarte (denn laut meinen Berechnungen war das UBS-Konto bereits alle!), und oh Schreck feststellte, dass ich meinen PIN zu diesem Konto vergessen hatte!!! Naja, ich probierte es dann doch noch mit meiner UBS, und die spuckte nach wie vor – wenn auch überraschend für mich – Geld aus, wie ein braver Goldesel…
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