Jericoacoara

20 04 2012

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Jericoacoara war in vielerlei Hinsicht eine schöner Fleck für meine Reise. Es war anders als der Rest Brasiliens: die Wüste, die wunderschönen weiss-goldenen Sanddünen ringsum, all die Esel die jeden Halm in der kargen Landschaft suchten und nächtliche Galloppaden veranstalteten, die Pferde wo man hinblickte und die entspannten Menschen, die alle gemeinsam von einer Düne aus den Sonnenuntergang mit Caipirinhas in der Hand beobachteten. Idylle und wüstenhafte Armut im Einklang, so würde ich diesen Ort beschreiben. Jericoacoara hatte erst seit zwei Jahren Elektrizität, trotzdem schmückten farbige, sternförmige, kugelige, oder glitzernde Lichter jedes noch so kleine Lokal. Es brannten Fackeln und Küchenfeuer lichterloh und die Angestellten beherrschten fast alle mehrere Sprachen oder waren gar selbst Ausländer.

Ich fand zum ersten Mal eine – in allen Hinsichten – günstige Gelegenheit zum Reiten: da Fabricio schon in der selben Nacht nachgekommen war, konnte ich ihn schon am nächsten Morgen dazu überreden, am Abend mit mir auszureiten. Ich hatte mich eifrig über Preise und Möglichkeiten informiert. Für 8 CHF pro Pferdpro Stunde konnten wir ausreiten, einen Führer DURFTEN wir mitnehmen, selber Preis. Natürlich wählte ich die Option ohne Führer. Für mich lief ganz Jericoacoara aufs Reiten hinaus, somit werde ich den Rest nur am Rande erwähnen 🙂 Wir nahmen also zwei Pferde, ausgesucht hatte ich sie mir anhand ihrer „Dicke“. Der Rest der Pferde war zu mager oder sonst wie nicht gut in Form (Verletzungen, Sonnenallergie die sich durch blutige Schuppenflechten äusserte oder Fliegenfang der Höchstform, keine Ahnung warum). Es war ein Glückstreffer wie sich später herausstellen sollte… Wir unternahmen den Ritt zum Stein so und so, das Wahrzeichen Jericoacoaras: ein grosser Felsbrocken in Mitten der Strandbrandung, durch dessen Loch man den Sonnenuntergang beobachten und fotographieren konnte 🙂 Wir brauchten kaum etwas zu tun, die Pferde wussten besser als wir, wo hin und wo der beste Weg war. An einem Punkt blieben sie dann stocksteif stehen, bis wir begriffen, dass wir von hier aus zu Fuss den Berg runterrutschen mussten, und die Pferde auf uns warten würden. Auf dem Rückweg schlug ich einen kleinen Gallopp vor, als wir uns auf einer flachen sandigen Strasse befanden. Fabricio – der seit seiner Kindheit nicht mehr auf einem Tier gesessen hatte – erlernte den Respekt vor dem Reiten auf Kosten des Pferdes, war mir ganz und gar nicht gefiel. Daraufhin hatten wir einen kleinen Streit und Fabricio wollte ums Verrecken nicht mehr auf einen Pferderücken. So überredete ich am nächsten Abend Anna, wir wollten einen Dünenritt unternehmen. Diesmal achtete ich auf ein weiteres Merkmal, das ich am Tag zuvor komplett vergessen hatte (zu meiner grossen Scham!): die Hufe: im Sand eingesunken war mir das nicht aufgefallen, aber diesmal hob ich jeden Huf jedes Pferdes, und wenn ich einen dieser grossen Risse entdeckte, verlangte ich nach dem nächsten. So gingen wir mit zwei gut zuwege aussehenden Pferden los. Es stellte sich jedoch heraus, dass ihr Charakter umso schlimmer war: mein Pferd war der störrische Bock in Person – noch NIE hatte ich einen so eigenen und starken Charakter bei einem Pferd gesehen. Wir verstanden uns überhaupt nicht gut, jeder hatte seinen eigenen Kopf und wollte auf keinen Fall nachgeben. So GING ich mit dem Pferd im Schlepptau die Düne hoch, bis Anna meinte, dies sei doch kein Ausritt. So gingen wir geschlagen zurück und tauschten mein Pferd. Ich kam mir vor wie ein Obertrottel: Ich hatte Wochenlang die vielen supertollen Bücher von Montey Roberts studiert, ja über ihnen gebrütet! Ich hatte Anna davon erzählt, wie ich vorhatte, seine Techniken so gut wie möglich anzuwenden, einzuüben und auszuprobieren. Einen schönen Bären hatte ich mir da selbst aufgebunden: ich war eine echte Witzfigur. Ein winziger Junge kam auf einem Pferd angalloppiert und drängte mich dazu, Sporen und Peitsche anzunehmen. Ich weigerte mich strickt, und zerrte stattdessen das Pferd hinter mir her ^^ (Das Zerren ist bildlich, nicht wörlich gemeint, keine Angst Sarah 😉 dazu dann noch ein Bild – alles gestellt 😉 )

Nun war also der zweite Ritt ein einziger Gag, und Annas Laune ging logischerweise weiter den Bach runter, aber ich hatte am Ende doch noch meine Freude, denn ich kaufte Karrotten, Äpfel und Bananen um die vielen armen misshandelten Tiere zu verwöhnen – wenigstens für ein paar Sekunden in ihrem dreisten Leben…

Wieder einmal stellte ich fest, wie viel positive Energie der Kontakt mit Pferden auf mich abstahlte. Die Vorfreude und das Sprühen in den Augen nach den Tiermomenten war unübersehbar und ich fühlte es in Form reinster Energie: ich ging nach dem und vor dem Reiten für insgesamt 3h ins Fitness. In Brasilien war es – Fernando korrigiere mich falls ich falsch liege – gang und gäbe, die Laufbänder nur für schnelle Walks zu benutzen. Als ich dann als FRAU anfing zu joggen, und das in diesem Kaff, wo jeder echte Mann im Fitness ein und ausging, es auch noch 40 Minuten durchzog, klopfte mir am Ende jeder Typ dort drin auf die schweissgebadete Schulter oder schüttelte mir die Hand. Das war echt amüsant! Ich setzte noch einen drauf, als die Typen mir alle ciao sagten oder winkten, als ich rausging: ich wollte nur Luft schnappen und dehnen, danach trat ich wieder ein und die Typen lachten.

Soviel also zum Reiten und zum Fitness in Smalltown. Dann war da noch mein Birchermüesli: Anna hatte mich gewarnt, sie werde es nicht mögen. Aber als sie dann probierte, wollte sie plötzlich mehr und mehr 🙂 Da hatte sie wohl doch noch nie ECHTE schweizer Küche probiert, was? Ich muss zugeben, ich vermisse mittlerweilen einige typische Schweiz-Dinge: da wäre die Sprache (Schweizerdeutsch!) und die Vielseitigkeit an Restaurants (in der Schweiz kriegt man praktisch alles, dazu auch noch wirklich gute Qualität, keine fake Nachahmungen…) UND zu aller letzt meine Gewürze (Salatgewürze von Coop, Trocomare, Paprika, Curries, etc.) 🙂

Eines unser ausgängischen Abendessen brachten wir in dem feurigen Restaurant mit getrennter Fleisch-Fisch-Küche zu: da war es an Fabricio schlechte Laune zu haben. Sein Grund (ebenfalls mich betreffend): da er mit mir reiste hatte er kaum mehr Zeit aufgewendet um zu arbeiten, was in promt enorm störte! Er schmollte beim ganzen herrlichen Fisch auf dem Tisch und verliess uns gleich nach seinem letzten Bissen. Da kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass eigentlich ICH – die 19jährige – die sein sollte, die ständig von Launen gesteuert und Emotionsschüben unterliegen sollte, nicht der 27jährige Architekt und auch nicht die 36jährige Wissenschafts-Entwicklungshelferin… However, auch seine Laune war nur eine Frage der Zeit, somit nickte ich auch bei diesem Drama nur vage mit dem Kopf. Ich finde, wenn man reist hat man mit genug anderem Kram zu tun, da will man sich nicht noch mit Launen anderer auseinandersetzen… I shut up!

Der Versuch von Jericoacoara in Richtung Westen wegzukommen scheiterte kläglich. Entweder stimmten die Verbindungen hinten und vorne nicht (sodass wir für jedes 2h-Fährtchen einen ganzen Tag mit Warten verbringen  oder gar nächtigen mussten), oder aber es GAB keinen Weg dorthin, oder es winkten uns unglaubliche Preise wie 250 CHF für eine 7h Fahrt! Also auf jeden Fall spendete ich dieser Suche einen ganzen Tag, bis ich mich schliesslich ans Internet hockte, und einen Flug suchte. Ich fand einen, unglaublich günstig (es war ja Ostern!), wir (ich und Fabricio) buchten mit Hilfe eines Fortalezianers und dann reisten wir noch in derselben Nacht mit dem Nachtbus nach Fortaleza zurück. Der Bus kam 3h zu früh an, was für uns hiess, dass wir ganze 12h anstatt 9h auf den Flug warten durften. Fabricio und ich hatten einen groben und lauten Streit, sodass ich froh war, als Anna kurz vor Abflug auch noch am Flughafen auftauchte um den selben Flug zu nehmen. Sie hatte die teurere Variante gewählt (eine Übernachtung mehr im Hostel, Tagbus teurer), schien jedoch keineswegs fitter zu sein.

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Bühnendüne für Sonnenuntergang

Bühnendüne für Sonnenuntergang

eeendlich =)

eeendlich =)

Capoeira by night

Capoeira by night

Lichter wohin das Auge reicht

Lichter wohin das Auge reicht

extra für die ganz strohigen Köpfe ;-P

extra für die ganz strohigen Köpfe ;-P

Esel, Esel, Esel :)

Esel, Esel, Esel 🙂

Wir sind beide gleich stur, aber ich bin definitiv ein Federgewicht...

Wir sind beide gleich stur, aber ich bin definitiv ein Federgewicht...

Übrigens hatten wir versucht in den Westen zu gehen, um Lençois Maranhenses zu sehen, eine angeblich spektakuläre Landschaft geformt aus weissen Dünen und tiefblauen Lagunen. Der Flug nun ging aber direkt nach Belém. Ich war Brasilien langsam etwas leid, und auch der Preis des Fluges hatte für sich gesprochen. So übersprang ich Lençois Maranhenses und São Luis um direkt den Amazonas Tripp von Belém aus zu starten 🙂 Dazu im nächsten Artikel mehr 😉



Natal-Fortaleza-Jeri

20 04 2012

P1040482Nach Praia Pipa begaben wir uns zu dritt auf den Weg nach Jericoacoara. Wir hatten mangels Zeit, Geld und Interesse beschlossen, die Städte Natal und Fortaleza auszulassen. Allerdings hatten wir dann in Natal einen halben Tag Zeit, den wir uns mit Sightseeing zunutze machten. Wir besuchten eine Festung halb im Meer. Da aber Ebbe war, konnten wir über den Sand bis zur Burg laufen, anstatt sie über einen befestigten Pfad zu erreichen. Wir schossen super Fotos (da Sunset) von einer imposanten Brücke. Das spannende an der Festung, die wir (da geschlossen) nur von aussen betrachten konnten, war, dass die Mauern zum Teil aus Wal-irgendwas (ich bin nicht mehr sicher ob es sich um Walkot oder um ein Körperteil des Wals handelt…) bestanden, und bis zu 14 Meter dick waren. Man kann sich somit die Wildheit des Meeres und den Respekt vor Angriffen vorstellen… Am Ende dieses gemütlichen Tages assen wir noch je einen guten günstigen Prato Feito mit Fisch, danach zurück zum Rodoviaria. Anna hatte die gesamte Zeit über eine auffällig schlechte Laune. Ich konnte mir dort noch keinen rechten Reim draus machen, aber sie klärte mich später äusserst aggressiv auf…

Forte in Natal

Forte in Natal

Anna schlecht gelaunt...

Anna schlecht gelaunt...

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Fabricio trennte sich in Fortaleza von uns, um eine alte Freundin zu besuchen. Ich nahm mit Anna den Bus nach Jijuca, von dort aus nahmen uns grosse Allradantrieb-Wagen mit in die Wüste, die Dünenlandschaft von Jericoacoara. In diesem Gefährt erklärte mir Anna, dass sie es leid sei, mit so jungem Volke zu reisen, das so ganz und gar nicht auf ihrer Wellenlänge sei (da andere Stadien des Lebens). Zudem hätte sie nicht mit mir UND Fabricio reisen wollen und eigentlich hätte sie die ganze Zeit über mir die ganzen Entscheidungen überlassen, da ICH ja so BOSSY sei. Sie machte ihrem ganzen Ärger Luft. Ich nickte, müde von der Reise und keine Lust auf irgendwelche Auseinandersetzungen. Zudem hatte ich das Gefühl, dass es hier eigentlich um was ganz anderes ging, wohl mehr um den Australier (mit dem sie nur wegen Alkohol etwas angefangen hatte, was sie gar nicht wollte) als um das Reisen mit mir und Fabricio. Ich muss sagen, mit diesem Gepräch damals, hat sie eine gehörige Portion meines Respekts verloren. Sie benahm sich sehr kindisch. Das hielt übrigens noch längere Zeit an, aber ich werde es unterlassen, weiter darüber zu lästern…

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Mauer aus Wal-irgendwas 🙂

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Natal

Natal

ein Zufall?

ein Zufall?

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meine Nägel nach dem Haare-tönen!!!

meine Nägel nach dem Haare-tönen!!!



Praia Pipa – Delphinewatching?

20 04 2012

Fabricio und der Australier stressten am letzten Morgen in Recife noch nach Olinda (ich war der alten Städtchen müde – siehe Diamantina), Anna wollte keinen Stress aber trotzdem Olinda sehen. So ergab sich, dass ich und Fabricio allein nach Praia Pipa weiterzogen um uns dann später in Natal wieder mit Anna zu treffen. Fabricio und ich verliebten uns aber in das kleine Dörfchen mit nur einer kleinen Hauptstrasse, und so sollte Anna schon am nächsten Tag nachkommen. Als wir dann aber auf die liebe Anna warteten, tauchte sie einfach nicht auf. Es stellte sich heraus, dass sie mit dem Australier und einer deprimierten Brasilianerin (da langjähriges Internet-Blinddate sich als Fauxpass geoutet hatte) einen Saufmarathon hingelegt hatte. Am nächsten Morgen fand ich eine Nachricht von ihr in meinem Facebookaccount: sie hätte einen schrecklichen Kater und würde erst einen Tag später nachkommen. Mit dem Australier. Ich und Fabricio vermuteten schon schelmisch, dass da etwas gelaufen sei. Diese Wahrheit stellte sich jedoch als unerfreulicher Einflussfaktor auf Annas Miene heraus. Als sie nämlich ankamen, und ich voller Enthusiasmus meine geliebte Nudelpaella präsentierte, murrte sie bloss herum.

Auf jeden Fall genossen ich und Fabricio Praia Pipa sehr, auch wenn wir nur ein einziges Mal an den Strand gingen, und da nicht einmal Delfine zu Gesicht bekamen. Wir bekochten uns gegenseitig und als wir ausgingen überwand ich mich sogar, wieder einmal Pizza zu probieren: kein Erfolg… Die erste Nacht verbrachten wir nach langem Suchen in einem sehr günstigen Miniappartement, in welchem wir völlige Privatheit besassen – soll heissen eigene Küche, eigenes Bad und vier Betten 😀 Am folgenden Tag zogen wir in den jungen Bruder des Hi-Hostels just um die Ecke um. Es war ein neues Backpacker, arbeitete mit dem Hi zusammen und war ontop noch günstiger! Fabricio war zudem begeistert, das der Receptionist ein waschechter Argentinier war – als ob es die in Brasilien nicht wie Sand am Meer gab 😀

Woran ich mich deutlich mehr erfreute: ich sichtete einen weiteren (first one im Artikel Florianopolis) atemberaubenden Uruguayaner! Ich fasste den Entschluss, früher oder später einmal nach Uruguay zu gehen… 🙂 In Praia Pipa fand ich auch das letzte Stück (the bottom) zu meiner Nachahmung des gestohlenen Bikinis. Das Topstück hatte ich schon in Praia Forte wiederentdeckt und zu einem unerhörten Preis ergattert, und nun also die Vervollständigung. Ich war wieder glücklich 😛 Ich hatte mein gestohlenes Bikini zurück! ^^ Ausserdem fand ich zwei neue schöne Kleider und entledigte mich sogleich des jahrealten pink-flower-power-Kleid vom H&M. Eine brandneue Luft umwob mich mit meinen neuen Kleidern, meinem „zurückeroberten“ Bikini und – ach ja, die Schuhe fehlten noch… Man merkts auf jeden Fall: ich begann das Cityleben zu aufleben zu lassen, das Geld rieselte nur so durch meine Finger – BIS ich zum Bankomat ging, mit meiner Postkarte (denn laut meinen Berechnungen war das UBS-Konto bereits alle!), und oh Schreck feststellte, dass ich meinen PIN zu diesem Konto vergessen hatte!!! Naja, ich probierte es dann doch noch mit meiner UBS, und die spuckte nach wie vor – wenn auch überraschend für mich – Geld aus, wie ein braver Goldesel…

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Affen in Smalltown - der neuste Hit: Kabellianen!

Affen in Smalltown - der neuste Hit: Kabellianen!

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Recife

19 04 2012

Die Ankunft in Recife ist schon nenneswert: ich fragte mich durch Taxifahrer und Polizisten um den richtigen Bus ins richtige Quartier für eine der beiden Adressen zu finden, die ich herausgeschrieben hatte. Mühsam gelangten wir irgendwohin, dort fanden wir ein Touristenbüro, welches uns freundlich erklärte, dass wir vollkommen falsch waren. So nahmen wir einen weiteren Bus von irgendwo nach Quartier so und so. Dort fragten wir 3 Taxifahrer und einige Türsteher, alle hatten keinen Schimmer von keinem der Hostels. So trugen uns unsere Füsse mit letzter Kraft in ein Bonzenhotel (man bedenke unseren letzten drei „Reise-Warte-schlaflos-Toiletten-Trauma-Tage“), wo wir NACH der Anfrage für die Nächtigungspreise (horrend!) nach den günstigen Hostels für uns arme Reisende fragten. Der Receptionist hatte grosses Mitleid mit uns, so printete er uns sogar eine Mapa aus, um uns den Weg um die zwei Blocks zu erklären und aufzuzeichnen 🙂

Im Hostel angekommen wurden wir von den hohen Preisen überrascht, allerdings war das Hostel so sympatisch und wir sooo müde, dass wir es trotzdem nahmen, uns auch sofort schlafen legten.

Fabricio kam einen Tag darauf, er hatte keine Mühe gehabt, das Hostel zu finden… Ich und Anna gingen – als Ausgleich für die horriblen vergangen Tage – ins Kino und machten eine riesen Büchershoppingtour. Ich hatte fast alle fertig gelesen und hatte auch geplant (was ich dann später auch tat), die Bücher von Recife in die Schweiz zu schicken (da Recife-Europa der kürzeste Weg war). Wir verbrachten insgesamt drei Tage in Recife, erkundeten die Stadt auch vorbildlich, allerdings stellte sie sich als ziemlich langweilig und öde heraus. Von Kirchen hatten wir ja reichlich genug gesehen. Allerdings lernten wir einen Australier kennen (netter Kerl), mit dem wir am Mittag auf einem Markt mit ein wenig Bier und Campari auf der Wolke Betrunken schwebten, bevor wir einen Auflug in drei konnektierte Museen unternahmen. Dort begrüssten uns reichlich schweizer Army-knifes, mitteralterliche Musik, kühle Schlossluft, Kunst (hauptsächlich beschäftigt mit nackten Frauen, AUCH ein paar Männer zu meinem Vergnügen :-P), und skurrile Skulpturen, von denen ich heute noch Albträume habe… 😛

Mittags-Campari...

Mittags-Campari...

Putz auf Rollschuhen =)

Putz auf Rollschuhen =)

Extraplatz für Übergewichtige...

Extraplatz für Übergewichtige...

Strassenhändler auf Brücken

Strassenhändler auf Brücken

Transportart Nr.1

Transportart Nr.1

Strassenkunst

Strassenkunst

Nattai und Anna

Nattai und Anna

Alles was man brauchen könnte!

Alles was man brauchen könnte!

Kind wird auf lebhaftem Marktplatz gewaschen

Kind wird auf lebhaftem Marktplatz gewaschen

Eingang zum Museum

Eingang zum Museum

mia

miauuu!

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