Die fotogene Stadt

30 01 2012

Wow, was für ein Ort! Ich hatte noch nie eine so fotogene Stadt gesehen! An jeder Ecke gab es prachtvolle Parks (ein himmlischer Ort für Gärtner würde ich meinen!), botanische Garten, sehneswerte Bauten wie Amphithater in einem Glaspalast auf einer Miniinsel errichtet, Museen und Sprinbrunnen in allen Variationen. Hier habe ich keine Strassenbettler gesehen, also nicht so kontrastreich wie São Paulo.

Zudem charakterisierte ich die Stadt mit dem Begriff „Tierstadt“. Ich habe noch nie so viele Tierkliniken und Pet-Shops in einer einzigen Stadt gesehen und ich habe auch noch nie Pferde in der Stadt frei rumlaufen sehen… In São Paulo hatte ich sowieso kaum Tiere gesehen, wenn dann vereinzelt Hunde, aber hier hatte fast jedes Haus mehrere Wachhunde, es gab viele streunende Hunde, einer davon begleitete mich auch ein Stückchen auf meinem Weg 🙂

Ich muss zugeben, dass ich mich in dieser Stadt hauptsächlich dem Tourismus hingegeben habe. Ich habe einen Tag lang den Touristenbus für 25 Reais benutzt, die restlichen Sehenswürdigkeiten hab ich zu Fuss abgeklappert. Aber danach bin ich schnurstraks wieder ins Hotel, ging noch kurz aus um in einem chinesischen Restaurant zu essen, und warf mich dann ins Nest. Ich lief also kaum in der Stadt herum, wie ich das in São Paulo getan hatte…

Die Nacht war ein Horror: die zwei Israelis die mit mir im Zimmer waren packten bis um 2 oder 3 Uhr morgen (sehr laut…), so wurde mein Plan des früh weiterziehens durchkreuzt. Als sie dann endlich die Lichter löschten und zu Bett gingen, hielten mich etwa 5 fiese Mücken mit ihrem wahnsinnigen Gesumme wach. Ich hatte nach dieser Nacht um die 10 Stiche zu verzeichnen. Irgendwann, so um 4, machte ich meiner seits rücksichtslos alle Lichter an, grübelte raschelnd in meine Rucksack bis ich mein Moskitonetz fand, und installierte es laut klappernd am Bett! So schlief ich kaum in jener Nacht.

Am nächsten Morgen erst lernte ich die Israelis kennen, eine davon war sehr spannend. Sie hatte 3 Jahre in Chile gelebt, war dann zurück nach Israel gegangen (wo es sehr viel Krieg hatte, wie sie mir berichtete), und hatte dann nochmals 6 Jahre in Peru gelebt, bevor sie mit ihren Eltern wieder nach Israel zog. Dort hatte sie, wie alle Israelis (egal ob Mann oder Frau), eine zweijährige Ausbildung im Militär absolvieren müssen (sie hatte dies im medizinischen Bereich getan, ihre Freundin im hoch geheimen Teil…). Leider hatte ich es auch hier versäumt, nach der Kontaktadresse zu fragen…

So watschelte ich zur Rodoviaria, um die 6 stündige Reise nach Florianópolis anzutreten.

Curitiba, die Stadt der Fotos 😉 (werde Fotos hochladen, sobald ich die Möglichkeit dazu habe!)