Teak-Plantage & Party-Tamarindo
7 07 2012Wir fuhren um 5.00Uhr morgens los vom Haus in Liberia und kamen einige Stunden später auf der Plantage an. Dort wurden wir als erstes mit einem Frühstück versorgt. Reis mit Bohnen, Tortillas und anderen Dingen. Vom Fachjargon verstanden weder ich noch Christian viel, aber spannend war es trotzdem: man sah so richtig dan Denkunterschied zwischen studiert und theoretisch und auf der anderen Seite praktisch. Der Unterchef von Dominique redete mit dem Aufseher und Chef der Plantage, und erklärte ihm, was er für Leistungen erwarte. Er meinte zudem, dass womöglich ein anderes Arbeitssystem wo jeder seine Arbeit habe besser sei, während der Plantagenaufseher widersprach, dass dann jeder nach kurz oder lang irgendwelche einseitigen Beschwerden aufweisen würde (der linke Arm schmerzt, Rückenschmerzen, blabla). So ging die Diskussion hin und her. Christian und ich setzten uns irgendwann in den Schatten, denn ich hatte schon nach wenigen Minuten Blatern von den ausgeliehenen Gummistiefeln bekommen und Christian floss der Schweiss in Bächen aus den Poren. Am Vormittag brachte uns ein Arbeiter an einen nahegelegenen Strand, wo wir uns noch den Rest des Vormittags vertrieben. Um 1.00Uhr wurden wir wieder abgeholt und bekamen noch ein leckeres Mittagessen. Dann legte ich mich noch auf ein Bänkchen und hörte Christians Geplapper zu 🙂 Am Nachmittag nahmen wir dann einen Bus nach Tamarindo.
In Tamarindo nahmen wir das erstbeste Hostel und gingen noch gemütlich in dem Bonzenkaff herumwandern, bis wir bei einem italienischen Restaurant halt machten und uns einen Drink und Essen genehmigte. Ich nahm einen supersimplen aber trotzdem superleckeren Salat und erfreute mich an dem inklusiven Balsamico-Essig. In der Nacht gingen wir dann noch in einen angesagten Club, der auf dem einen Floor Latin laufen hatte und auf dem andern Hiphop und House. Ich fand es toll zu sehen, wie viele Leute (eben auch junge) tanzten und ich fand es auch toll, dass man Leute aller Sorte auf einem Haufen vorfand. Zudem hatte der Club noch einen Pool und war bloss überdacht 🙂 Ich bekam von Christian leider nur einen Tanz, den Rest der Zeit sassen wir auf der Aussenbank, das war definitiv nicht das, was ich mir erwünscht hätte. Und irgendwann stellte dann plötzlich die Musik auf der Salsaseite ab, und so wanderten wir with the crowd zur anderen Seite, wo gerade eine Michael Jackson Immitation begann. Der Junge (vielleicht zw. 17 und 20) machte das supergut und schien auch ein Herzblut-Entertainer zu sein 😉 Er liebte das Publikum und hob jedes Mal wieder den Applaus, wenn die Spannung etwas geschwunden war. Am Ende wurde noch die Menge aufgefordert, am Contest teilzunehmen. Aber es meldete sich nur eine komplett besoffene Lady und ein Hiphoper, und so wurde das ganze bald wieder beendet. Christian und ich warteten noch einige Minuten darauf, dass sie wieder Latin spielten, aber auf dem Floor blieb es still, also machten wir uns schon sehr früh auf den Rückweg ins Hostel. Just als wir ausgetreten waren und ein paar Schritte hinter uns hatten, fing die Latinband wieder an zu spielen…
Am nächsten Morgen gingen wir noch für 2h an den Strand, wo ich mich der Sonne aussetzte und Christian fleissig Drogendealers abwehrte. Anscheinend schien er sehr dröglerisch auszusehen 😀 Um die Mittagszeit nahmen wir einen Bus zurück nach Liberia, wobei wir noch einen Umweg einlegten und dabei in einen tropischen Regen kamen.
Kategorien : Plantage & Tamarindo
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