Recife

19 04 2012

Die Ankunft in Recife ist schon nenneswert: ich fragte mich durch Taxifahrer und Polizisten um den richtigen Bus ins richtige Quartier für eine der beiden Adressen zu finden, die ich herausgeschrieben hatte. Mühsam gelangten wir irgendwohin, dort fanden wir ein Touristenbüro, welches uns freundlich erklärte, dass wir vollkommen falsch waren. So nahmen wir einen weiteren Bus von irgendwo nach Quartier so und so. Dort fragten wir 3 Taxifahrer und einige Türsteher, alle hatten keinen Schimmer von keinem der Hostels. So trugen uns unsere Füsse mit letzter Kraft in ein Bonzenhotel (man bedenke unseren letzten drei „Reise-Warte-schlaflos-Toiletten-Trauma-Tage“), wo wir NACH der Anfrage für die Nächtigungspreise (horrend!) nach den günstigen Hostels für uns arme Reisende fragten. Der Receptionist hatte grosses Mitleid mit uns, so printete er uns sogar eine Mapa aus, um uns den Weg um die zwei Blocks zu erklären und aufzuzeichnen 🙂

Im Hostel angekommen wurden wir von den hohen Preisen überrascht, allerdings war das Hostel so sympatisch und wir sooo müde, dass wir es trotzdem nahmen, uns auch sofort schlafen legten.

Fabricio kam einen Tag darauf, er hatte keine Mühe gehabt, das Hostel zu finden… Ich und Anna gingen – als Ausgleich für die horriblen vergangen Tage – ins Kino und machten eine riesen Büchershoppingtour. Ich hatte fast alle fertig gelesen und hatte auch geplant (was ich dann später auch tat), die Bücher von Recife in die Schweiz zu schicken (da Recife-Europa der kürzeste Weg war). Wir verbrachten insgesamt drei Tage in Recife, erkundeten die Stadt auch vorbildlich, allerdings stellte sie sich als ziemlich langweilig und öde heraus. Von Kirchen hatten wir ja reichlich genug gesehen. Allerdings lernten wir einen Australier kennen (netter Kerl), mit dem wir am Mittag auf einem Markt mit ein wenig Bier und Campari auf der Wolke Betrunken schwebten, bevor wir einen Auflug in drei konnektierte Museen unternahmen. Dort begrüssten uns reichlich schweizer Army-knifes, mitteralterliche Musik, kühle Schlossluft, Kunst (hauptsächlich beschäftigt mit nackten Frauen, AUCH ein paar Männer zu meinem Vergnügen :-P), und skurrile Skulpturen, von denen ich heute noch Albträume habe… 😛

Mittags-Campari...

Mittags-Campari...

Putz auf Rollschuhen =)

Putz auf Rollschuhen =)

Extraplatz für Übergewichtige...

Extraplatz für Übergewichtige...

Strassenhändler auf Brücken

Strassenhändler auf Brücken

Transportart Nr.1

Transportart Nr.1

Strassenkunst

Strassenkunst

Nattai und Anna

Nattai und Anna

Alles was man brauchen könnte!

Alles was man brauchen könnte!

Kind wird auf lebhaftem Marktplatz gewaschen

Kind wird auf lebhaftem Marktplatz gewaschen

Eingang zum Museum

Eingang zum Museum

mia

miauuu!

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Feira de Santana – ein kleiner Horror

19 04 2012

Ein kleiner Artikel, aber doch erwähnenswert: 17h verbrachten wir an diesem tragischen Ort…

Üble Erkältung...

Üble Erkältung...

Wider unseres Erwartens kamen wir dort schon um 5Uhr Morgens an, dann stellten wir uns für 2-3h Wartezeit ein, hielten uns mit Orangensaft, Kaffee und Crackers wach um schliesslich festzustellen, dass wir einen ganzen Tag warten durften, um einen Anschlussbus nach Recife zu kriegen. In Lençois hatte ich extra gefragt, aber wie so oft wurden dämliche Touristen offenbar mit Falschinformationen gefüttert. Wir wollten es uns denn also auf den freundlichen Stühlen bequem machen, um ein paar Stündchen zu schlafen – NICHTS DA! Ein Polizist hatte es sich zu unserer Misgunst zur Aufgabe gemacht, die Leute nicht schlafen zu lassen! Sogar SITZENDE Leute wagte er mit warnendem Gefuchtel aufzuscheuchen! Ich ärgerte mich gehörig über ihn, fand mich aber schliesslich damit ab, da ich als Ausweg Computer mit Internet gesichtet hatte: Ich setzte mich also an die Arbeit, schrieb meinen Blog brav weiter. Ganz wie’s das Schicksal wollte, schrieb ich ungefähr 1.5h vergebens; denn als ich das ganze speichern wollte, war alles verschwunden. Ich wollte mir die Haare ausreissen, als ich begriff, dass ich Internet Explorer als Browser verwendet hatte, und doch schon einige Male festgestellt hatte, dass es dort meine Texte nicht speichern konnte! Mein Fehler! Demotiviert setzte ich mich also zu Anna, die gänzlich am Ende ihrer Kräfte war, denn der Polizist hatte sich gut um sie gekümmert… Unser Bus hatte schliesslich noch 3h Verspätung, was uns fast in den Wahnsinn trieb: 17h an diesem verfluchten Busterminal, ich sage euch, da WIRD man irre!

Als der sehnlichst erwartete Bus dann endlich kam, begrüsste uns ein Schwall von Pisse- und Modergestank. Kein Scherz. Es war der übelste Bus, in dem ich in Brasilien gefahren bin. Die Toilette schrieb Geschichte: der Boden war überschwemmt mit Seife, SCHEISSE und Pisse, vielleicht fand sich da auch noch Kotze und Klopapier. Auf jeden Fall ging ich mit einem Trauma von dannen.

Soviel zu Santana 😀