Natal-Fortaleza-Jeri
20 04 2012Nach Praia Pipa begaben wir uns zu dritt auf den Weg nach Jericoacoara. Wir hatten mangels Zeit, Geld und Interesse beschlossen, die Städte Natal und Fortaleza auszulassen. Allerdings hatten wir dann in Natal einen halben Tag Zeit, den wir uns mit Sightseeing zunutze machten. Wir besuchten eine Festung halb im Meer. Da aber Ebbe war, konnten wir über den Sand bis zur Burg laufen, anstatt sie über einen befestigten Pfad zu erreichen. Wir schossen super Fotos (da Sunset) von einer imposanten Brücke. Das spannende an der Festung, die wir (da geschlossen) nur von aussen betrachten konnten, war, dass die Mauern zum Teil aus Wal-irgendwas (ich bin nicht mehr sicher ob es sich um Walkot oder um ein Körperteil des Wals handelt…) bestanden, und bis zu 14 Meter dick waren. Man kann sich somit die Wildheit des Meeres und den Respekt vor Angriffen vorstellen… Am Ende dieses gemütlichen Tages assen wir noch je einen guten günstigen Prato Feito mit Fisch, danach zurück zum Rodoviaria. Anna hatte die gesamte Zeit über eine auffällig schlechte Laune. Ich konnte mir dort noch keinen rechten Reim draus machen, aber sie klärte mich später äusserst aggressiv auf…
Forte in Natal
Anna schlecht gelaunt...
Fabricio trennte sich in Fortaleza von uns, um eine alte Freundin zu besuchen. Ich nahm mit Anna den Bus nach Jijuca, von dort aus nahmen uns grosse Allradantrieb-Wagen mit in die Wüste, die Dünenlandschaft von Jericoacoara. In diesem Gefährt erklärte mir Anna, dass sie es leid sei, mit so jungem Volke zu reisen, das so ganz und gar nicht auf ihrer Wellenlänge sei (da andere Stadien des Lebens). Zudem hätte sie nicht mit mir UND Fabricio reisen wollen und eigentlich hätte sie die ganze Zeit über mir die ganzen Entscheidungen überlassen, da ICH ja so BOSSY sei. Sie machte ihrem ganzen Ärger Luft. Ich nickte, müde von der Reise und keine Lust auf irgendwelche Auseinandersetzungen. Zudem hatte ich das Gefühl, dass es hier eigentlich um was ganz anderes ging, wohl mehr um den Australier (mit dem sie nur wegen Alkohol etwas angefangen hatte, was sie gar nicht wollte) als um das Reisen mit mir und Fabricio. Ich muss sagen, mit diesem Gepräch damals, hat sie eine gehörige Portion meines Respekts verloren. Sie benahm sich sehr kindisch. Das hielt übrigens noch längere Zeit an, aber ich werde es unterlassen, weiter darüber zu lästern…
Mauer aus Wal-irgendwas 🙂
Natal
ein Zufall?
meine Nägel nach dem Haare-tönen!!!
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