Stella Maris – Praia Forte – Imbassaí
4 04 2012extra für mini Grossi und dYasmina =)
Fabricio, der "brötelnde" Architekt
Ich hatte eine skeptische Einstellung gegenüber dem Kontaktmann von Fabricio, das stellte sich aber voll und ganz als überflüssig heraus. Es war ein supernetter Kerl, der höchsten Wert auf Gastfreundschaft legt. Davi – so heisst er – nahm uns in die besten Restaurants mit, bestellte die besten Speisen, die ich bisher in Brasilien gegessen hatte (nämlich Pititinga und Moqueca de Camarão), der Strand, welcher nur zwei Blocks entfernt war, stellte sich als ebenfalls sehr schön heraus, zudem konnte ich meine Wäsche waschen, gratis bei ihm übernachten und überhaupt war es einfach ein wunderbar angenehmer Aufenthalt. Nach dem ersten Restaurantbesuch war ich so übervoll, dass ich ein „MoquecaBaby“ vor mir hertragen musste und – ernsthaft – kaum noch gehen konnte!!!
Am selben Abend, bzw. in jener Nacht, ging es dann sogar noch in den Ausgang – mit Intro: ein Anfang nahm das Ganze im lebendigsten Nachtquartier der Stadt, es war tatsächlich so crowded wie an einem Openair. Danach gings dann weiter in eine Discoteke, wo sogar ich – trotz furchtbarer Müdigkeit – ein wenig auftaute und mich der rythmischen Musik hingab.
Die gesamte Zeit über blieb ich mit Anna in Kontakt, denn ich hatte mich entschieden, auf sie zu warten. Wir wollten – nach dem ganzen Pass-etc.-Ghetto – einen gemeinsamen Tripp in den Nationalpark Chapada Diamantina machen.
So wartete ich denn einige Tage in Stella Maris – mit Restaurantbesuchen war die Zeit schnell um 🙂 – bis ich und Fabricio am Wochenende den Bus nach Praia Forte nahmen. Dort besuchten wir das „Project Tamar“, eine Schildkrötenstation. Es gab sowohl eine Aufzucht von Schildkröten, als auch eine Art Museum mit lebendigen und toten Exemplaren. Ich fand die Station recht gut, denn sie war durch ettliche sehr aussagekräftige Comix durchaus ansprechend für jegliche Altersklassen. Zudem wäre ich an rein Geschriebenem glatt vorbeigelaufen, während die süssen Cartoons meinen Blick auf sich zogen.
Praia Forte wurde von Fabricio gerade zu angebetet. Er liess ein „WOW“ nach dem andern fahren, denn – wie er mich unterrichtete – war hier die Architektur in Dingen Dorfstruktur absolut genial und perfekt! Tatsächlich empfand ich Praia Forte als einen Ort mit sehr positiver Ausstrahlung, wenn auch ich nicht wusste, woran das lag. Es gab einen Hauptgehweg, der in der Mitte durch Palmen und anderes Grün getrennt war, es fuhren keine Autos im Zentrum herum, ausschliesslich Velotaxis waren erlaubt. Zudem schmückten ab und zu wunderschöne Blumendecken den Weg und die Restaurants. An der Hauptstrasse fand man Restaurants, Sorveterias, Bikini- und Flipflop-Läden, Schmuck- und Kunst-Atelliers, etc. Der Hauptweg führte zudem direkt zur Strandparade, dem Hafen und dem Turtle-Projekt.
Trotz all der positiven architektonischen Energie, trieb uns der Hostelpreis schon am nächsten Tag weiter: Imbassaí war unser nächstes Ziel. Überraschend liess uns der Bus im Nowhere raus und wir mussten ein Mototaxi nehmen – was mich selbstverständlich höchst erfreute 😉 Wir waren beide sehr misstrauisch, als uns die beiden Motos ans Ende der Welt brachten, nachdem wir das Hihostel IN Imbassaí verlangt hatten. Das klärte sich jedoch bald: Imbassaí war keineswegs ein richtiges Dorf, es war eher eine Oase der Ruhe und der Einsiedler oder Aussteiger. Auch der Hihostel-Führer war ein Argentinier, der sich aus der Drogenszene gezogen hatte um in Brasilien Imbassaí ein neues Leben samt neuer Frau und Kindern zu beginnen, fern von allen Drogen… Glücklicherweise war der Strand trotz dem „Ende der Welt“ nur etwa 10 Minuten zu Fuss entfernt, unterwegs entdeckten wir SOGAR ein Restaurant! Der Strand war ellenlang und ziemlich beeindruckend im Abendlicht. Doch nach einer müden Fotosession machten wir uns auch schon wieder auf den Weg zum Supermärktli, um uns ein Abendessen zu besorgen. Wir hatten also reichlich faule Tage zu verzeichnen… 🙂
Imbassaí
jööööööööööö so herzig, hend mega freud gha, dankeeee, bisch en schatz!:-)
beijos