Cartagena & ein Wiedersehen
30 05 2012Auf dem Weg nach Cartagena hatte ich einen unverständlichen Anruf erhalten; verständlich genug aber um zu verstehen, dass es um das Hostal Media Luna ging. Ich hatte Fabricio meine Nummer mit eben diesem Hostal-Vorschlag per Facebook geschickt, und so nahm ich an, dass er es gewesen war. Ich suchte also zu Fuss das Hostal und wurde auch bald fündig. Die Dormitorios waren gemischt, also steckten sie mich gleich ins selbe Zimmer mit Fabricio 🙂 Schon unser hallo war temperamentvoll! Unser erster Tag des Wiedersehens war eine Ansammlung aus hitzigen Diskussionen, kleinen Umarmungen und schweigenden Erkundungstouren durch die Stadt. Wir besichtigten das historische Zentrum, das auf einer Art Halbinseln hinter Mauern lag: es war wunderschön. Kutschen verkörperten den Verkehr und überall waberte es nur so vor mittelalterlicher Romanze und Charme. Man konnte auch auf einen Teil der Mauer, wo es ein Restaurant und ein DJ-Pult gab, man hatte Aussicht auf das ganze weite Meer und gerade ging die Sonne unter. Cartagena erinnerte mich stark an spanische Altstädte, ich war verzaubert! Am nächsten Tag hatte sich Fabricios und mein Temperament etwas gelegt und wir gingen uns aus dem Weg, sobald es wieder hervorgügselte. So hatten wir einen wundervollen letzten gemeinsamen Tag, denn am nächsten Morgen früh reiste er ab auf Iselferien. Und ich verbrachte noch den Tag im Hostel, bevor ich einen Bus nach San Gil nahm. Es kam mir sehr teuer vor, und ich hatte schon so das Gefühl, übers Ohr gehauen zu werden, aber als ich dann mit dem Busfahrer darüber sprach, gab der mir einen 10CHF billigeren Preis an. Ich reklamierte beim Ticketverkäufer, aber der rückte nichts heraus, und ich bezweifle, dass er mir das Geld zurückerstattet hätte, hätte ich ihm mein Ticket zurückgegeben. So stieg ich also hässig in den Bus.
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