Algumas impressãos…

1 02 2012

o pequeno cão =)

o pequeno cão =)

Gratis Miesmuscheln ;)

Gratis Miesmuscheln 😉

Praia Mole, Alk muss überall sein ^^

Praia Mole, Alk muss überall sein ^^
Hündlis vonere Verchäuferin, han ca. 1h mit ihne verbracht :)

Hündlis vonere Verchäuferin, han ca. 1h mit ihne verbracht 🙂

das Hündli! :)

das Hündli! 🙂

Hiking in the Sands...

Hiking in the Sands...

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Praia Galetha (nudista)



Hi-Hostel Centro

30 01 2012

Florianópolis betritt man über eine riesige Brücke, die neben der berühmten längsten Hängebrücke der Welt trohnt (Ponte Hercílio Luz). Wenn man aus dem Bus steigt, gelangt man als allererstes zu einem sehr sympathischen Touristoffice, wo man Informationen über wandern, reiten, klettern, surfen und andere Sportarten einholen kann. Aber nach diesem tollen Einstieg verfolgte mich am ersten Tag eine kleine Pechssträhne. Ich führe dies auf meine wenigen, untollen Stunden Schlaf in der vorigen Nacht in Curitiba zurück…

Zu Fuss erklomm ich das Zentrum der Insel, wo die Jugenherberge lag. Dort angekommen wurde ich von einer seeehr unfreundlichen Receptionistin begrüsst. Ihre Einstellung zum Job: WC, schlafen, fernsehen und möglichst keine gute Informationsquelle für die Touristen sein… Doch erzählte sie mir von einem riesen Festival, weshalb das Hostel „ausgebucht“ sei, welches an einem fernen Stran stattfand. So richtete ich mich im Zimmer ein, nahm eine ewige Dusche und machte mich anschliessend auf den Weg zu diesem Strand. Ich dachte mir, dass ich vielleicht endlich mal die partying-People von Brasilien kennenlernen würde. Doch schon die Fahrt nach Praia de Jurerê war unglaublich erschwerlich, da kaum jemand so recht Auskunft über die Busse geben konnte. Dort angelangt erfuhr ich, dass man den Pass bei sich haben musste, um ins Festival eintreten zu können – was bei mir nicht der Fall war. Doch die Leute waren nett und liessen mich auch mit meiner Kopie der ID durch. Ich bezahlte also 30 Reais, freute mich über ein riesen Model, das mir mit ihrem English alles zu erklären versuchte, und trat ein.

1 Minute später flüchtete ich wieder hinaus. Ich hatte mir etwas grossflächiges mit Strandzugang vorgestellt, aber nein, es war eine Kinderparty (soll heissen: 16-vielleicht 22 Jahre),  Securities versperrten den Zugang zum Strand und überhaupt war die Fläche des ganzen etwa auf meine Wohnung in der Schweiz begrenzt!!!

Das Geld bekam ich trotz grossartiger Bemühungen des grossen Models nicht wieder, sodass ich einigermassen vernichtet davonstampfte, ohne überhaupt noch den wirklichen Zugang zum Strand zu suchen. DENN ich hatte erfahren, dass der späteste Bus schon vor 20.00 Uhr zurück fuhr, sodass ich kaum noch Zeit hatte. Zudem musste ich die Busstation ja zuerst noch suchen, und hoffen, dass ich bei der richtigen stand und den richtigen Bus erwischte.

Wartend belauschte ich die aufgebrachten Brasilianer, die sich darüber austauschten, dass nur 1 Bus in der Stunde fuhr und dass gerade einer vorbei sei… Aber auch ich kam spät abends wieder im Zentrum der Insel Florianópolis an, und suchte mir etwas Essbares. Das war ebenfalls ein Misserfolg, denn der X-Salade den ich bestellte, war ein sehr sehr sehr unappetittlich aussehender Burger. Ich staune noch heute, dass ich danach nicht irgendwelchen Würmern oder Übelkeiten unterlag…

Im Hostel lernte ich aber dann sehr viele nette Leute kennen: 2 Brasilianer, einer war sehr interessant, der andere eine wahrhafte Sexbombe, einen Kanadier, der sein Kind in Brasilien besucht hatte (er hatte lange Zeit nichts davon gewusst, dass er Vater war…), einen Chilener, der sich ständig darüber beklagte, dass er von seinem Arbeitgeber in einem Hi-Hostel einquartiert worden war, und seine Frau, die einen höheren Abschluss als er hatte, in einem Hotel… Im Zimmer mit mir war ein Grüppchen sehr netter Argentinier mit einem wunderhübschen kleinen Mann; sie rieten mir auch das preiswerte Hostel, in das ich heute umziehe… Am nächsten Tag schliesslich noch einen Österreicher (der Biotechnologie studiert, jetzt aber mehr an meditieren und heilen mithilfe von Energien interessiert war), mit dem ich dann an den Strand ging (by the way brachten uns die zwei Brasilianer mit ihrem Auto, in dem sie Friede-Freude-Eierkuchen Cannabis in einem Kaugummipapier rauchten…:)

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An der Praia do Morro das Pedras lernte ich noch einen Uruguayaner kennen, wow, was für ein unglaublich hübsches Gesicht! Zum Glück begleitete mich der Österreicher, denn im Bus verlor ich mich VOLLKOMMEN im Gespräch mit ihm, bzw. in seinen Augen, ich hätte Tage in diesem Bus fahren können… (Keine Angst, ich bin nicht verliebt! Zudem konnte er mein Alter kaum glauben, er war 30…) An diesem Tag hab ich mir auch einen saftigen, oder eher feuerroten Sonnenbrand auf den Schultern eingeholt, der mich jetzt in Kombination mit meiner riesen Rucksack voller Schadenfreude bestraft 😀

mini Hündli :-*

mini Hündli :-*

In einigen Stunden reise ich mit kleinen Bussen zur Ostseite der Insel, das Hostel liegt zwischen Praia Mole und Praia da Joaquina 🙂

die innovativen Busse!

die innovativen Busse!



Die fotogene Stadt

30 01 2012

Wow, was für ein Ort! Ich hatte noch nie eine so fotogene Stadt gesehen! An jeder Ecke gab es prachtvolle Parks (ein himmlischer Ort für Gärtner würde ich meinen!), botanische Garten, sehneswerte Bauten wie Amphithater in einem Glaspalast auf einer Miniinsel errichtet, Museen und Sprinbrunnen in allen Variationen. Hier habe ich keine Strassenbettler gesehen, also nicht so kontrastreich wie São Paulo.

Zudem charakterisierte ich die Stadt mit dem Begriff „Tierstadt“. Ich habe noch nie so viele Tierkliniken und Pet-Shops in einer einzigen Stadt gesehen und ich habe auch noch nie Pferde in der Stadt frei rumlaufen sehen… In São Paulo hatte ich sowieso kaum Tiere gesehen, wenn dann vereinzelt Hunde, aber hier hatte fast jedes Haus mehrere Wachhunde, es gab viele streunende Hunde, einer davon begleitete mich auch ein Stückchen auf meinem Weg 🙂

Ich muss zugeben, dass ich mich in dieser Stadt hauptsächlich dem Tourismus hingegeben habe. Ich habe einen Tag lang den Touristenbus für 25 Reais benutzt, die restlichen Sehenswürdigkeiten hab ich zu Fuss abgeklappert. Aber danach bin ich schnurstraks wieder ins Hotel, ging noch kurz aus um in einem chinesischen Restaurant zu essen, und warf mich dann ins Nest. Ich lief also kaum in der Stadt herum, wie ich das in São Paulo getan hatte…

Die Nacht war ein Horror: die zwei Israelis die mit mir im Zimmer waren packten bis um 2 oder 3 Uhr morgen (sehr laut…), so wurde mein Plan des früh weiterziehens durchkreuzt. Als sie dann endlich die Lichter löschten und zu Bett gingen, hielten mich etwa 5 fiese Mücken mit ihrem wahnsinnigen Gesumme wach. Ich hatte nach dieser Nacht um die 10 Stiche zu verzeichnen. Irgendwann, so um 4, machte ich meiner seits rücksichtslos alle Lichter an, grübelte raschelnd in meine Rucksack bis ich mein Moskitonetz fand, und installierte es laut klappernd am Bett! So schlief ich kaum in jener Nacht.

Am nächsten Morgen erst lernte ich die Israelis kennen, eine davon war sehr spannend. Sie hatte 3 Jahre in Chile gelebt, war dann zurück nach Israel gegangen (wo es sehr viel Krieg hatte, wie sie mir berichtete), und hatte dann nochmals 6 Jahre in Peru gelebt, bevor sie mit ihren Eltern wieder nach Israel zog. Dort hatte sie, wie alle Israelis (egal ob Mann oder Frau), eine zweijährige Ausbildung im Militär absolvieren müssen (sie hatte dies im medizinischen Bereich getan, ihre Freundin im hoch geheimen Teil…). Leider hatte ich es auch hier versäumt, nach der Kontaktadresse zu fragen…

So watschelte ich zur Rodoviaria, um die 6 stündige Reise nach Florianópolis anzutreten.

Curitiba, die Stadt der Fotos 😉 (werde Fotos hochladen, sobald ich die Möglichkeit dazu habe!)



Last Comments

29 01 2012

São Paulo ist die Stadt der Kontraste schlechthin (Karton-arm und Bonzen-reich sind Nachbaren auf engstem Raum, die Stadt ist grau was das Zeug hält, aber mittendrin findet sich immer wieder ein Fleckchen Urwald! Faszinierend…)

São Paulo ist auch die Stadt der Schwulen, wobei ich mittlerweile diese Bezeichnung fast schon auf ganz Brasilien ausweiten möchte… 😀 ich habe noch NIE so viele Schwule auf einem Haufen gesehen, an jeder Ecke knutschen sie ausgiebig oder steicheln das Bein des andern ^^ Ein sehr neuer Anblick für meine Augen 🙂

Sehr viele Männer hier haben von Natur aus ein wahnsinns sexy Gesicht, entweder ist es sehr männlich oder auf feminine Art bildhübsch… „Glotz!“

Im Vergleich zu den stadtlichen Frauen hier komm ich mir gerade zu keusch vor! Pompöse Ausschnitte in einem Ausmass, dass wir in der Schweiz nicht kennen, sind hier Alltagsgarderobe! Miniröcke bei denen man den A**** vorlugen sieht, ist auch keine Seltenheit 😀 Aber schöne Frauen hab ich bis jetzt nur sehr wenige gesehen… Allerdings find ich es ziemlich cool, dass hier jeder ganz natürlich körperbetont herumläuft, ganz egal, wie üppig die Rundungen auch ausfallen mögen. Es ist eine sehr lockere Atmosphäre, wo sich keiner für seinen Körper zu schämen wüsste! Respect!

Pommes frites werden hier mit „Stich-Stäbchen“ gegessen (wie heissen diese richtig?)…^^

Das Festival (der 500ste Geburtstag von São Paulo) war nicht wahnsinnig spektakulär, wie ich erwartet hatte, trotzdem sehenswert. Riesige Ansammlung von betrunkenen Brasilianern allen Alters auf verschiedensten Plätzen 🙂 Ich ging an ein Konzert einer sehr speziellen Band, war echt originell!



Meine irdischen Bekanntschaften

25 01 2012

Wenn ich nicht gerade mit Wäsche waschen beschäftigt bin (mach ich jeden Tag von Hand, da alles ziiiiemlich schnellt mufft :-D), dann gehe ich meinem lange vermissten Hobby nach:

o Cavalo

o Cavalo

The Beauty of Nature

The Beauty of Nature

a dream..?

a dream..?

Água de côco

Água de côco

Aber das Zeichnen brachte auch andere Dinge mit sich: da ich dieser Tätigkeit auf dem Dach nachging, wo sozusagen der Aufenthaltsraum der Jugendherberge ist, setzte sich mir gegenüber gestern Abend einfach so ein Typ nieder. Ein leckerer Typ 😉 Wir gingen zusammen Nacht essen(???=znach ässe) und es stellte sich heraus, dass er Australier war, der in Argentinien ein Austauschjahr absolvierte um Spanisch zu lernen. Was bewundernswert an der ganzen Sache war: er absolvierte nun schon seinen 2. Masterabschluss!!! Er hatte Mandarin/Chinesen studiert und nun machte er den Doktor in Medizin! Wow! Sehr lustiger, unterhaltsamer Typ, leider hab ich ihn nicht wieder gesehen, da ich am nächsten Tag früh zum Zoo aufbrach (wo ich im Übrigen keine Fotos machen konnte, da ich heller Kopf vergessen hatte, den Akku aufzuladen!) und er schon abgereist war, als ich zurück kam.

Eine weniger erfreuliche Bekanntschaft entstand am selben Ort: Eine Chinesin aus der Schweiz! Hell! Nur schon diese Mischung lässt mich kalt erschauern! Ich werde mich zügeln und kurz fassen, da eine umfassende Beschreibung hauptsächlich aus Schimpfwörtern bestehen würde! Sie war rein koreanisch-stämmig, konnte aber trotzdem ein sehr hässliches St.Galler-Schweizerdeutsch… Sie meinte – ich zitiere: „Mini Meiteli muss immer im Facebook schribe, was isi mached, wenn si ein Tag nid tuet, tun ich ihri alüte!!! Weisch, ich chan so si immer kontrolliere im Facebook. Ou und ich han da so vil Armuet gseh, weisch, ig ha chöne briege! Ich ha no nie xee so öpis! Ig ha allne Geld gäh, dise arme Lüt! Wo isch dini Mueterli? Du musch ihri alüte! Ich mach is Foti vu dir, denn ich ihri schicke! Hät si Facebook? Weisch isch guet, si cha immer see wo du bisch u was du mache!!! Chasch du mini Füesseli fotographiere? Weisch ig ha Manicure und Pedicure gmachet, und i ha scho lang nid so schöne Fuss kha! Hahaha!!! Ou und kasch au no mini Hend fotographiere? Weisch wuau sind wie Model! Alli Männer do si sooo schön, nämmemer mit? Weisch, so eine sötti hürote, aber weisch, si chömed und gönd, alli Männer gäl? Weisch ig bi 60! I weiss sLäbe! Ig ha gmeint chume guet dure mit Engisch, aber ich sprich kei Spanisch weisch. Seisch du dem Mechaniker, ich find ihm schön! Ou lug da Foti vom Fridhof! So schlimm, alles wie im Keller! Und do hani eine zahlt mit sim Hund damit er am Bode liit und ich ihm chan fotographiere! Chunsch, luegsch mini Foti!“

Die zusammengefasste Nachricht die zwischen den Zeilen dieser gesamten Unterhaltung von 3h steckte (wie wir das im Gymmi so schön zu analysieren lernten…) lautet inetwa: „Ich bin furchtbar dämlich, glaube, alles zu wissen und jede Kultur und jeden Typus von Nationalität zu kennen, obwohl ich noch nie im Leben rumgereist bin, ausser vielleicht in einer geschlossenen Hotelanstalt, wo ich mich aufführe wie Queen! Ja ich kenne auch dein Leben sehr gut, du bist eine kleine Meideli und hast keine Ahnung und musst deine Mammeli telefonieren!“

Ach übrigens: ihre Tochter ist 23 und ihr Mammeli schickt ihr immer noch jeden Monat Geld. Und ihre 2 Söhne erwähnt sie nur ungern, da diese kein Geld mehr von ihr wollen. Sie vertraut einzig ihrer Tochter, ihren Söhnen kein bisschen, denn sie sind ja Männer. Wenn sie stirbt, erbt die Tochter alles, so erzählte sie mir…

Tolles Biest! Sie belästigte mich andauernd, was dazu führte, dass ich aus dem Hostel flüchtete und mich voll und ganz meinem anderen Hobby (ESSEN) widmete! Heute ist sie abgereist: hufffff!

Mein Fazit: Australisches Englisch und „Männlich“ gefällt mir sehr, da muss ich auch mal noch hin 🙂 Und mein Vorurteil gegen Chinesen ist noch weiter ins Negative gerutscht, mittlerweilen bin ich nicht mal mehr sicher, dass ich China überhaupt mal sehen will (wäre ja eine Geldverschwendung, wenn ich mir da drüben nur die Haare ausreissen und mit den Zähnen knirschen würde!). Zudem bin ich ab sofort für ein Immigrations-Verbot gegen Chinesen, damit es nicht noch mehr Schweiz-Chinesen-Mischlinge gibt!!! Sorry, aber das kommt echt horrormässig raus! ;-D So, das musste jetzt einfach mal raus 🙂 Hoffe ich bin niemandem zu sehr auf die Nase getreten…



Meine ersten Tage in São Paulo

23 01 2012

Zuerst schlief ich deftig aus, soll heissen bis ca. Mittags Ortszeit. Dann markierte ich alle Sehnswürdigkeiten, welche ich abklappern wollte in meinem Brasil-Guide und auf der Karte, die ich vom Hostel erhalten hatte und zottelte los. Bald kam ich von meinen Plänen ab und ging nur noch meiner Nase nach. Die Strassen waren an jeder Ecke bestens beschriftet, so wusste ich immer wo ich war.

Ich war etwa 2h unterwegs, als ich zum ersten Mal etwas ass, einen Burger SEM QUEIJO (was dann als Brot mit Fleisch herauskam) und einen frischen Abacaxi-Saft 🙂 Als mein Magen wieder zufrieden schnurrte, lief ich weiter und kam an einen Platz, wo plötzlich alle Brasilianer zur Eile erwachten, herumhasteten und herumschrien. Ich ahnte, dass Regen das Gefürchtete war, aber ich dachte: es ist ja so warm, ein Bisschen Wasser schadet da nicht!

Falsch gedacht! Wie das Foto in „first impressions“ zeigt, war es deutlich mehr als ein Bisschen Wasser! Als der Platzregen in nie gesehenen Mengen begann, kauerte ich mich (erst als ich schon klitschnass und durchgefrohren war) zu ein paar Bettlern und beobachtete das Schauspiel. Bald schon war der Donner so nah, dass ich den Blitz vom Himmel bis in die Strasse vor mir niedergehen sah! Es war umwerfend, gewaltig und einschüchternd! So einen ohrenbetäubenden Donner hatte ich noch NIE erlebt, nicht mal in jener Nacht in den Alpen beim Wandern mit Felicitas…

Was aber meine Sinne noch weiter faszinierte war der arme schwarze Mann, der den Donner dirrigierte! Es schien, als sei es Musik in seinen Ohren 🙂 Das war echt niedlich…

Nach etwas mehr als einer Stunde getrauten sich die Leute langsam wieder auf die Strassen, so auch ich. Doch mein nächstes Ziel war nicht das, was ich erwartet hatte. Auf der Karte war ein grüner Platz eingezeichnet, in Wirklichkeit stellte sich dieser jedoch als riesigen, unüberblickbaren Busterminal heraus! Also fragte ich ein paar Securities nach der Catedral Metropolitana. Keiner wusste wo die war, oder verstand mich absolut falsch (ein Security wollte mich nach meiner portugisischen Vorsprache in ein Fleischladen schicken, und meinte, es sei gutes Fleisch!) und auf der Karte waren diese Strassen nicht mehr eingetragen. Also machte ich Hand mal Pi, wodurch ich mich aber für einige Stunden in die Favelas verirrte. Sehr viel Armut, sehr viel unglaublich hübsche Männer lagen schlafend auf Kartons an den Strassenrändern. Aber auch sehr freundlich, ich kaufte sehr günsig foooormidable Früchte bei einem uralten Mann ein, und schliesslich fand ich auch die Catedral.

Ich hatte mir unterwegs eine durchsichtige Plastikpellerine bei einem Strassenhändler gekauft, mit dieser, meinen Tevas und kurzen Hosen betrat ich nun also dieses Ungestüm von Kirche. Ich machte ein paar Schnappschüsse und flüchtete mich sogleich wieder heraus: nicht meine Welt mit all diesem Protz und Prunk, wo draussen die Welt so einfach war! Draussen fragte ich einen Mann, ob er ein Foto von mir machen könnte (ich fand die Baumfassade vor der Kirche hinwerfend!), doch er teilte mir mit, dass er fast blind sei und schickte mich zu einer Polizistenansammlung. Ich überwand meine Scheu und fragte eine blonde Polizistin. Sie lächelte sogleich und fing an, mich mit portugisischen Fragen zu bombardieren. Aber – ich bekam meine 3 Fotos, dann zog ich weiter.

Ich kam in ein viel belebteres und stadtlicheres Viertel mit Einkausläden entlang den Seiten… Schliesslich lief ich per Zufall an einen mini-Carneval unter einer Brücke (jawohl!), wo Männer auf Stelzen tanzten und die Frauen sagen, musizierten oder tanzten! Echt schön! By the way: überall traf man auf laute Musik in irgendwelcher Form: Musikboxen auf den Strassen aufgestellt, vorbeifahrende Autos mit dröhnendem Bass, Cafes oder Suco-Läden mit tanzenden Kunden 🙂

Auf dem Heimweg verirrte ich mich ein zweites Mal heftig (aus demselben Grund), und als ich schon anfing, mich über die Karte zu ärgern, gelangte ich in ein (ich vermute italienisches) Bonzenviertel, wo die Pflanzen dominierten. WUNDERSCHÖN!!! Die Fassaden waren überwuchert, überall standen kleine Springbrunnen und in der Höhe leuchteten einem farbige Lämpchen und Papillons entgegen. Ein herrlicher Anblick. (Die Fotos sind leider nichts im Vergleich zur Realität!)

Markt

Am nächsten Tag nahm ichs gemütlich und verliess die Jugi nur, um den Markt in der Nähe aufzusuchen. Dort wurde ich zum ersten Mal wegen meinem Fotographieren unfreundlich angesproche. Aber ansonsten ein weiterer sehr positiver Eindruck von São Paulo.

Markt

Heute, am 23.01. benutzte ich zum ersten Mal die ÖV, was nicht leicht war 😀 Ich fuhr zum Parque Ibirapuera, sehr schön, aber nicht gerade ruhig (wie im Guide beschrieben). Er ist das Zentrum für alle Sportlichen von São Paulo, Radler, Rollschuhfahrer, „Jogger“, etc. Faulenzer wie ich werden leider von komischen Vögeln angesprochen, weshalb ich nach etwa 2h wieder ins Bigcitylife zurückkehrte und den Kampf für den richtigen Bus antrat 😛



Some first impressions

22 01 2012
Catedral

Catedral

Feucht??

Feucht??

Im grünen Bereich

Im grünen Bereich

huff

huff

Blitz und Donner

Blitz und Donner



Glück im Unglück – Flug

21 01 2012

Unnötiger Stress war das Motto des Tages!

Am Morgen früh um 5.00 Uhr begann die Hektik: mit meinem Rucksack sprintete ich an den Bahnhof, ich war relativ knapp dran für einen interkontinentalen Flug. Aber am Flughafen angekommen war kein Schwein am Schalter, sodass ich durch alle Check-Ins hasten musste, bis ich beim letzten an einer Maschine einchecken konnte. Ich erfuhr nun definitiv, dass ich umsteigen musste, und nicht – wie die Internetseite angegeben hatte – gemütlich sitzen bleiben konnte.

In Frankfurt (riesen Flughafen!) trafen wir mit solcher Verspätung ein, dass ich durch den halben Flughafen rennen musste, um schliesslich verwirrt festzustellen, dass man noch nicht mal die Handgepäck-Kontrolle geöffnet hatte. So durfte ich eine Stunde warten, wobei ich immer nervöser wurde, denn mein Flug hätte schon starten sollen. Aber wie ich dann – endlich durch die Kontrolle – herausfand, hatte die Maschine ein Problem, welches den Flug um zwei volle Stunden verspäten liess.

Im Flugzeug lernte ich meinen Nachbaren (ein Brasilianer aus Recife Umgebung) kennen, ein sehr symphatischer Kerl. Gerade hatte er zum ersten Mal seine Freundin in Deutschland besucht. Am Ende des Fluges tauschten wir auch die Kontaktadressen und er erbot sich mir sein Zuhause zu zeigen, wenn ich bei ihm durchreisen würde. In Recife wartete er geduldig auf mich. Er hatte mir angeboten, mich in Recife sprachlich zu unterstützen, da mein Portugisisch auf dem Flug zwar gewachsen war, aber noch keineswegs für effiziente Kommunikation ausreichte. Da die Schlange für „Ausländer“ nur sehr gemächlich vorankam, und die ach so kultivierten Europäer hinter mir sich sogar selbst die „Leitplanken“ öffneten und somit in rauen Mengen vordrängten, rückte mein Anschlussflug nach São Paulo in gefähliche Nähe. Zum Glück konnte die Dame an der Passkontrolle kein Wort einer Fremdsprach und so liess sie mich ohne eine einzige Frage durch. Am Checkin angelangt erfuhr ich, dass mein Flug schon geschlossen war.

So wurde ich auf das nächste Flugzeug verfrachtet, welches erst 2h später in São Paulo eintreffen würde. Für mein Gepäck hatte ich jegliche Hoffnung aufgegeben, das würde bestimmt nicht mit mir eintreffen sondern bestenfalls einige Tage später!

In São Paulo aber tuckerte mein Rucksack freudig über das Laufband auf mich zu, und so konnte die Reise weitergehen.

Um 5 Minuten verpasste ich den Bus in die City, also musste ich nochmals 2h am Flughafen verbringen. Der Bus war eine solch luxuriöse Überraschung, dass ich São Paulo sofort als europäisch einschätzte. Die Strassen waren in bestem Zustand, die Beschilderung ausgezeichnet und auch der Verkehr sehr geregelt. Die Stadt besteht aus reisigen Wolkenkratzer und zählt zu den grössten Megastädten der WELT!

Um 5.00Uhr morgens Schweizer-Zeit traf ich schliesslich in der Jugendherberge nahe dem Zentrum ein. Von aussen sah sie aus wie ein winziges Luxus-Hochhaus, doch die Innenseite war dann schon akkurater: muffig, eng, keineswegs luxuriös. Und doch sehr funktional, ich bekam mein eigenes 8-Bett-Zimmer mit zwei Duschen und einem WC, Ventilator und Licht 🙂

Tod wie ein Stein fiel ich nach einer kalten Dusche in das kleine Bett.

Was ich an diesem Tag schon gelernt hatte: Meine Theorie, dass ich einfach nicht für die Kälte geschaffen bin, hatte sich mit Bravour bestätigt: bei 23 Grad Celcius und Schwüle, schlotterte ich als einzige weit und breit wie ein Schlosshund! 😀