Belo Horizonte – realmente!

6 03 2012

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Über Belo kann ich nicht gross etwas erzählen, da ich nicht gross etwas unternommen habe. Trotzdem kurz dazu: ich traf mich mit dem Schweizer am Rodoviaria, wo er auf mich gewartet hatte, übrigens heisst er Chris. Wir suchten mit Hilfe seines IPhones das Hostel, das in einer etwas unheimlichen Gegend stationiert war. Es war bereits dunkel und wir redeten noch bis weit in die Nacht. Danach verscheuchte uns der Wachhabende ziemlich skrupellos. Wie auch immer, die nächsten Tage verbrachten wir entweder mit Shoppen (bzw. kaufte ich ein und Chris watschelte mir überall hinterher) oder mit Essen einkaufen. Ich gab Unmengen an Geld aus, allerdings auch für schlaue Dinge wie notwendige Kleidung, eine neue Brille, ein teures Brillenrezept (dem ich übrigens noch misstraue, da meine Augen laut diesem besser geworden sein sollen 🙂 ) oder gesundes Essen.

Ich glaube es war der zweite Tag in diesem Hostel, als ich einen Argentinier kennelernte, mit dem ich dann den gesamten Tag (wieder bis spät in die Nacht 😉 verbrachte, wir besuchten einen künstlich angelegten See (riesig!) mit Gebäuden die der berühmte Architekt Oscar Niemeyer designet hatte. Es war ein sehr spannender Tag, da der Argentinier selbst ein begeisterter Architekt mit viel historischem Wissen war! Chris hatte allerdings nur Pech: er war am Morgen losgegangen um sein Visa verlängern zu lassen, dort musste er viel länger warten als erwartet und zuerst stuften sie ihn sogar als illegalen Einwanderer ein, da sie seinen Namen im System nicht finden konnten. Danach versuchte er mich auf meinem brasilianischen Handy zu erreichen – wie vereinbart wollten wir uns treffen um Pampulha gemeinsam zu besichtigen. Allerdings schlug auch das fehl, wir wissen bis heute nicht weshalb. Er hatte übrigens sein IPhone seit dem Tag nach unserer Zusammenkunft abgeschaltet und zu Hause gelassen, weil ich mich so lautstark über diese Dinger geärgert hatte, mit Kritik die offenbar auch für Chris das Experiment (eine Woche ohne dieses Ding auszukommen) rechtfertigte, dem er sich anschliessend unterzog… Hehe ich würde meinen, unsere Ansichten haben sich einander leicht angenähert: ich sah ein, wo das IPhone einfach nur positiv war, und er verstand, was meine Abneigung verursacht: die Abhängigkeit, der ausschliessliche Gebrauch eines Gerätes, welches von einer modernen Sache wie Strom vollkommen abhängig war und welches die Menschen so süchtig machte, dass viele in einem parallelen Universum zu leben begannen…

Die Stadt selbst sprach mich sehr an, ich fand sie nicht so bombastisch hochgebaut wie São Paulo, auch machte sie einen viel ruhigeren und natürlicheren Eindruck als zum Beispiel Rio, wo nur das Zentrum für die Touristen hochgemotzt war. Ich fand mich dank meinen Joggingtouren recht schnell zurecht 🙂 Ansonsten gibt es darüber nichts mehr zu sagen =)

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